Der Immobilienmarkt in Spanien

In wenigen Worten

Die Bauindustrie trägt in Spanien mit 5.6% zum Bruttoinlandsprodukt bei (Stand 2017), dieser Wert kann in Zeiten der Krise oder des wirtschaftlichen Booms fluktuieren. Infolge der wirtschaftlichen Erholung 2014-2015, wurden im Jahr 2016 13% mehr Immobilien verkauft als in der vorherigen Periode, mit insgesamt 458.781 Käufen. Auf Basis der erwarteten Entstehung neuer Arbeitsplätze und aufgrund der Erwartungen an Wirtschaftswachstum und -stabilität, erhöhte die Bauindustrie ihre Produktivität um 28,9% und genehmigte 64.038 neue Bauprojekte, insbesondere in Städten wie Madrid, Barcelona, Alicante, Málaga und Vizcaya. Für das Jahr 2017 wurde ebenso ein Anstieg im Wohnbau von 24% prognostiziert, hier wurden 80.000 neue Projekte genehmigt.

Alle diese Zahlen ließen für 2017 vermuten, dass mit einem erwarteten Verkaufsanstieg von 10% zum ersten Mal seit Platzen der Blase 2008 die Grenze von 500.000 Wohnimmobilienverkäufen überschritten werden könnte. Grundstückspreise stiegen 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 5,3%, und in der ersten Hälfte von 2017 stieg der durchschnittliche Schätzwert von Immobilien um 1,2%.

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Kaufpreis für Immobilien (in €/ qm)

Mietpreis (in € pro Quadratmeter)

Einsicht in den Wohnungsmarkt

Wenn man den Mietmarkt betrachtet, so verbleibt der Anteil der Wohneigentümer zwar bei 78%, doch in den letzten Jahren konnte eine Tendenz zur Miete verzeichnet werden. Das erste Quartal 2017 schloss mit einem durchschnittlichen Mietspreis von 7,92 € ab, das ist ein Anstieg von 9,5% im Vergleich zum Vorjahr. Es ist zu erwarten, dass die Mietspreise in den kommenden Jahren weiterhin steigen werden. 17,2% der Immobilienkäufer 2016 waren Ausländer. In manchen Provinzen, wie z.B. Málaga, nahm der Immobilienkauf durch Ausländer ab, während diese in anderen Provinzen, wie z.B. Castellón, Alicante und Teneriffa, für 39% der Nachfrage am Immobilienmarkt verantwortlich waren. Infolge des Brexit sank die Nachfrage britischer Käufer am spanischen Immobilienmarkt, obwohl diese weiterhin den Großteil der Investoren ausmachen. Käufer anderer Nationalitäten sind so auf dem Vormarsch, wie z.B. Franzosen, Italiener, Belgier und Deutsche. Alles in allem stiegen die Kaufs- und Verkaufszahlen für ausländische Käufer im ersten Quartal 2017 um 15%.

Wohnungspreise in Regionen Spaniens