So Schützen Sie sich vor Betrug und Täuschung

1. Arbeiten Sie mit Profis

Arbeiten Sie nur mit Maklern oder Maklerbüros zusammen, die von der amtlichen Berufskammer für Immobilienmakler (Colegio Oficial de Agentes de la Propiedad Inmobiliaria) als solche anerkannt sind.

Der Beruf wurde in Spanien vor einigen Jahren dereguliert und so kann ihn jetzt jeder ausüben (Stand 2017), weshalb man besser nur noch mit solchen Unternehmen und Fachleuten zusammenarbeitet, die von der amtlichen Berufskammer für Immobilienmakler anerkannt sind.

Zu den Gründen hierfür zählt unter anderem, dass Beschwerden über Fehlverhalten bei der Kammer besser eingereicht werden können als bei einem unabhängigen Makler oder Maklerbüro.

2. Treten Sie einer Genossenschaft bei

Sie sollten sich auch gut über Wohnbaugenossenschaften informieren (cooperativas de viviendas).

Jede Person, die ein genossenschaftlich finanziertes Eigenheim erwerben möchte, kann einer Genossenschaft beitreten, indem Sie die erforderlichen Gebühren entrichten. Wenn der Finanzplan steht, so ist die Wohnbaugenossenschaft für den Bau verantwortlich.

Hierdurch werden Entwicklerkosten eliminiert und die Mitglieder der Genossenschaft können Ihr Eigenheim zu einem niedrigeren Preis erwerben. Dieses Vorgehen ist jedoch nicht risikofrei; Einige Projekte waren über Zeiträume hinweg gelähmt, da Finanzmittel fehlten oder die örtliche Verwaltung Steine in den Weg legte. Wenn Sie also in Erwägung ziehen, einer Wohnbaugenossenschaft beizutreten, sollten Sie sich detailliert über das Projekt informieren, bevor Sie den Vertrag unterschreiben.

3. Stellen Sie sicher, dass keine Grundschuld oder Pfandrechte vorliegen

Überprüfen Sie, ob die Immobilie belastet ist.

Bei gebrauchten Immobilien ist es ratsam zu überprüfen,ob diese verschuldet oder verpfändet sind. Hierfür ist es lediglich erforderlich einen einfachen Bescheid über die Immobilie beim Katasteramt (Registro de la Propiedad) anzufordern. Das kann in Spanien jede beliebige Person, und für Makler, Maklerbüros oder Verwalter ist es ein leichtes, einen solchen Bescheid zu besorgen.

4. Verifizieren Sie, wem die Immobilie gehört

Überprüfen Sie, ob der Verkäufer der Immobilie diese wirklich besitzt.

Wie beim vorigen Tipp, kann auch dies beim Katasteramt erfragt werden. So können Sie verhindern betrogen zu werden und ein Haus zu kaufen, das dem Käufer tatsächlich gar nicht gehörte.

5. Informieren Sie sich eingehender über die Immobilie

Überprüfen Sie, ob das Grundstück in offizielle Entwicklungspläne der Gemeinde eingebunden ist.

Sie sollten es vermeiden, ein Hau zu kaufen, dessen Grundstück in einen Entwicklungsplan involviert ist, der bereits von der Gemeinde genehmigt wurde und Auswirkungen auf Bewohnbarkeit oder Große dessen hat. Sie sollten deshalb dem Stadtplanungsamt (Oficina de Información Urbanística) einen Besuch abstatten und weitere Informationen über das Grundstück anfordern, bevor Sie kaufen.

6. Kontaktieren Sie den örtlichen Küstendienst

Überprüfen Sie, ob das Grundstück Grunddienstbarkeiten unterliegt oder öffentliches Eigentum an See- und Landgebiet darstellt (DPMT – el dominio público marítimo terrestre).

Wenn ein Grundstück eine Grunddienstbarkeit zum Küstenschutz erbringen muss, unterliegt es rechtlichen Einschränkungen, die der neue Besitzer einhalten muss. Er darf auf dem Land in dem Fall z.B. nicht erneut bauen oder die Ausmaße, Höhe oder äußere Gestalt bestehender Gebäude verändern. Wenn ein Grundstück ins DPMT einging, bedeutet das, dass der bisherige Besitzer dieses Grundstück nicht mehr besitzt und der Besitzt an den Staat übergegangen ist. Diese beiden Probleme können vermieden werden, indem Sie den örtlichen Küstendienst konsultieren (Servicio Periférico de Costas), der Ihnen das Layout des DPMT und damit verbundene Grunddienstbarkeiten bestätigen kann.

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Alle Informationen, die Sie brauchen können, um eine Immobilie in Spanien als Ausländer zu kaufen.