Der Immobilienmarkt in Frankreich

Der Anstieg an Transaktionen

Der Immobilienmarkt in Frankreich begann nach mehreren Jahren der Stagnation 2017 richtig anzuziehen. Dies äußerte sich in den Preisen, die um 4,2 % stiegen, aber bedeutender war der Anstieg an Transaktionen. 2012 waren lediglich 709.000 Transaktionen abgewickelt worden, diese Zahl wuchs im Jahr 2017 auf 986.000. Initiativen wie Loi Pinel (Steuervergünstigungen für Immobilienbesitzer) und zinslose Darlehen für Erstkäufer benötigten eine gewisse Anlaufzeit, trugen jedoch nach 8 Jahren der Rezession zur Marktwende bei.

Unüblicherweise führte Paris die Preisliste 2017 nicht an, sondern Bordeaux mit einem 7,7 % Anstieg der Quadratmeterpreise. Zu den Verkaufsaktivsten Gegenden zählten neben Paris/Île de France und Gironde (wovon Bordeaux die Hauptstadt ist) die Provence und die Mittelmeerküste sowie das Départment Nord – die Immobilien in Lille stiegen auf Rekordpreise. Der nationale Immobilienverband FNAIM erwartet für das Jahr 2018 einen weiteren Anstieg der Immobilienpreise um 2%, die Bank Credit Agricole erwartet einen Anstieg der Wiederverkaufspreise um 3%.

Neubau vs. Wiederverkauf

Die Die Entwicklung der Immobilienpreise in Frankreich hat nicht geendet, zwar umgekehrt sind die Preise für Neubauten sich deutlich von den Wiederverkaufspreisen abgehoben, insbesondere in Großstädten.

In Marseille z.B. kann eine neue Immobilie 40 bis 50 % teurer sein als eine Immobilie aus zweiter Hand, der Preis hängt allerdings auch stark von Kaufdatum und Zustand der Immobilie ab. In Bordeaux, wo in den letzten Jahren viel gebaut wurde, ist der Unterschied deutlich geringer, da viele Immobilien, die weiterverkauft werden, erst vor relativ kurzer Zeit gebaut wurden, eine gute Energieeffizienz aufweisen und sich in gutem Zustand befinden. Im Zentrum von Paris gibt es nur wenige Neubauten, und der Preisunterschied beschränkt sich auf 26%.

Es gibt einige finanzielle Vorteile, die für den Kauf neuer Immobilien sprechen und den Preisunterschied ausgleichen können. Sie sparen sich Maklergebühren und haben niedrigere Notarkosten und dadurch einen insgesamt um bis zu 11 % günstigeren Immobilienpreis.

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FAQ

Kann man mit einem Budget von 50.000 Euro ein Haus kaufen? In welchen Regionen?
Es ist sicherlich möglich, mit diesem Budget ein Haus in Frankreich zu kaufen. Ein kleines bezugsfertiges Haus auf dem Dorf oder ein größeres Haus, für das Sanierungen anfallen, kann für diesen Preis in einigen ländlichen Gegenden gefunden werden. Limousin (Creuse, Correze, Haute-Vienne) ist besonders erschwinglich, Sie können auch Immobilien in der Bretagne finden, insbesondere im Départment Côtes d'Armor. In Berry (Départment Indre) finden sich für diesen Preis sehr hübsche Bauernhäuser und zentral gelegene Häuser in kleinen Ortschaften, hiervon werden jedoch einige Renovierungen nötig haben.

Landflucht

Während die Hauptstädte von Regionen wie Orleans, Nantes und Bordeaux zumeist gut abgeschnitten haben, verzeichneten kleinere Städte und Ortschaften einen Schwund sowohl an Bevölkerung als auch an Unternehmen. Immobilien im ländlichen Frankreich werden infolge dessen weit unter Wert angeboten – ein Umstand, der für manche Käufer natürlich durchaus seinen Reiz hat, wenn sie positiv überrascht herausfinden, wie günstig sie in manchen Gegenden Immobilien kaufen können.

So ist es exakt eine gute Zeit, um sich in vielfaltigen Immobilienanzeigen herum l'Hexagone umzuschauen. Sie haben eine ausgezeichnete Möglichkeit, ein Schnäppchenhaus in Frankreich zu finden.